Mallorca 2016 – Woche 2 – Esporles

Die Koffer gepackt und gegen 12:00 Uhr los. Schön verabschiedet von unseren Gastgebern. Ich ziehe hier mal ein kleines Fazit: Die Unterkunft war exakt so wie beschrieben. Die Gastgeber super diskret. Die Außendusche und Außenküche waren ein Traum bei den Temperaturen. Obwohl es abgelegen war kam man mit dem Auto überall schnell hin. Wer mobil ist (und das muss man) ist mit dieser Unterkunft wirklich sehr gut bedient. Stoßt euch nur nicht den Zeh.

Also es ging weiter nach Esporles. Der Check-In war recht spät angesetzt, aber so ist das leider bei individuellen Buchungen. Wir haben dann festgestellt das unser Handschuhfach im Auto der perfekte Kühlschrank ist – wenn die Klimaanlage entsprechend eingestellt ist, kann man da wunderbar Getränke und auch andere Sachen kühlen.

Ein kleines Bedürfnis überkam uns auf dem Weg nach Esporles, also haben wir in irgendeinem Dorf Halt gemacht – das war der Moment wo ich dachte ich hätte mein Handy in Artà vergessen. Wir sind dann erst mal was trinken gegangen und haben uns sanitäre Entspannung gegönnt bevor wir uns da verrückt machen. Nach dem ich das Auto halb auseinander genommen habe kamen wir dann mal auf die Idee das doofe Gerät einfach anzurufen und zack dudelt es aus der Beifahrertür. Da ist das Teil so blöd gelegen das wir es einfach nicht gefunden haben – hochkant mit der Displayseite nach innen und dazu ein Bumper der sich von der Textur nicht groß vom Plastikmaterial der Ablage unterscheidet.

Ging dann entspannt weiter. Check-In in Esporles. Uff. Die Vermieterin ein krasses Gegenteil zu dem Paar vorher. So eine 30-Minütige Einführung, eher länger mit unendlich vielen Tipps und Routen und alles. Ich habe dann irgendwann abgeschaltet als sie mit 4 Karten ankam … Irgendwelche Wanderungen (wer bitte geht Ende Juli/Anfang August wandern bei den Temperaturen? Nachts um 03:00 vielleicht…). Die Unterkunft war groß, wie erwartet, hatte aber keine Klimaanlage (anders als das Gästehaus auf dem Grundstück was wir ja eigentlich wollten). Keine Insektenschutzgitter vor den Fenstern… und mit den Mücken hatte ich in Artà schon gute Bekanntschaft gemacht. Mich juckt immer noch alles!

Sind dann erst mal zum Supermarkt – oje. Im Vergleich zum Mercadona ist das schon was Anderes. Wesentlich weniger Auswahl, San Miguel war bis auf einen 6er Träger aus, Brot eher schon altbacken, Aufschnitt und Käse in der Auswahl eher minderwertig. Nun ja, hilft ja nix. Hatten aber einen guten Tipp von unserem neuen Host bekommen – Richtung Palma rein ist ein großer Carrefour Supermarkt der auch günstiger ist und wesentlich mehr Auswahl hat. Im Ort gab es zwar auch einen Spar, aber der hatte seltsame Öffnungszeiten – und einen kleinen, knuffigen Tante-Emma-Laden.

Kochen wollten wir nicht. Es war einfach viel zu warm und wir konnten ja bequem zu Fuß ins Dorf.

Nächsten Morgen nach Palma de Mallorca. Es war heiß und es war voll. Wir haben dann mal auf die Kamera verzichtet und auch das Handy kam eigentlich nicht zum Einsatz. Wir waren in einer der Markthallen und diese Auswahl an Frischfisch ist einfach wahnsinnig – so viele Fischsorten, alle frisch und auf Eis liegend, lebende Hummer, Wildfanggarnelen, Thunfisch, Doraden – einfach ein El Dorado für Fischfans. Auch Obst und Gemüse gab es in Hülle und Fülle, riesige Melonen von mehreren Kilogramm. Einzig was nicht so stark vertreten war, war Fleisch. Klar gab es auch Frischfleisch, aber im Vergleich zu den Fischständen war es doch um einiges weniger. Sind dann noch danach ein wenig in der Stadt rumgeirrt und haben uns so verfranzt das wir dann mit dem Taxi zurück zum Auto sind. Die Kathedrale haben wir aber wenigstens noch gesehen und ein paar Teile der Altstadt hatten wir auch erlaufen. Wolfgang war dann der Meinung er müsste noch eine Wanderung machen, ich habe dankend verzichtet und mir eine Siesta gegönnt. Belohnt wurde er mit einer schönen Sicht auf Esporles.

Nächster Tag: Wir fahren die MA-10 und schauen was man so findet.

Ein Schild „Port de Valldemossa“ – okay, machen wir. Hui, Serpentinen. Hat sich gelohnt! Kies halt. Kies ist ja nicht so angesagt, gerade bei Touristen aber dadurch ist es wunderbar leer. Noch mal etwas durch das sehr beschauliche Dorf geschlendert, Wolfgang hat dann das Meerwasser schwimmend erkundet. bisschen in der Sonne trocknen lassen und dann nach Alaró fahren, zum Castell Miquel, ein Olivenöl und Weinerzeuger.

Wir sind uns sehr sicher, dass wir auf dem Hinweg Frank Rosin gesehen haben. Markantes, pinkes Polo-Shirt, die Brille, Frisur, Gesichtszüge – aber wir haben nicht angehalten, doof eigentlich. Auf dem Castell haben wir dann leider feststellen müssen das die erst später aufmachen (schön, wenn Websites keine Öffnungszeiten bereithalten), aber die Aussicht von da oben war auch top und wir konnten schöne Fotos machen. Die Weinreben waren noch lange nicht reif, aber das war ein richtig großes Areal. Anscheinend kann man da auch Führungen buchen, aber stundenlang über Weinberge kriechen muss jetzt auch nicht sein.

Wir sind dann wieder über die MA-10 zurück. Dabei auch an den Stauseen vorbei. Sowohl der Embalse de Cúber als auch der Gorg Blau führten kaum noch Wasser. Uns sind in den ganzen Tagen im Gebirge jeden Tag unzählige LKW entgegen gekommen mit Trinkwasser, der Wassermangel ist doch durchaus zu spüren. In manchen Regionen im Gebirge wurde der Wasserverbrauch für Einheimische auch stark eingeschränkt, zum Beispiel wurde das Waschen von Autos oder das Füllen von Pools untersagt. Nicht das es unsere Vermieterin groß gestört hat, allerdings hatte sie auch einen Brunnen auf dem Anwesen. Trotzdem flossen da nachts sehr viele Liter Wasser in den Garten.

Am nächsten Tag ging es nach Port de Soller und das war teuer. Öffentliches Parkhaus, Schranken oben, die Zugangsautomaten abgeklebt. Sonnenbrille auf, also eh im dunklen Parkhaus nur doofe Sicht. Direkt neben einem Ausgang geparkt – sonst wären einem die Automaten auch aufgefallen. Sind also schön durch Port de Soller geschlendert, kommen zurück und haben ein Strafzettel am Scheibenwischer kleben – egal.

An dem Tag ging es auch noch nach Sa Colabra: Wer auf wandern steht kann hier einige Stunden seinen Spaß haben, wir haben uns mit ein wenig gucken begnügt.

Wir sind dann wieder zurück und in Esporles auf der Suche nach was zu essen in einer Bodega gewesen die von der Vermieterin angepriesen wurde. Es war … na ja. Der Burger war nicht wirklich Schmackhaft und der Tintenfisch scharf überwürzt, war nix.

Tag 12 Stand ganz unter einem Motto: Chillen. Bier her oder ich fall um. Abends essen gewesen, war sehr ordentlich und als es dunkel war haben wir noch ein wenig mit der Kamera rumgespielt bzgl. Ghosting Aufnahmen / Langzeitbelichtung. Einfach mal einen Ruhetag einschieben.

Am nächsten Tag sind wir dann nach Valldemossa. Jeder feiert dieses Dorf, weil Chopin irgendwann mal da war. Ganz ehrlich? Bergdorf wie jedes andere, die Fernsicht ist cool, weil es so Stufenförmig aufgebaut ist, aber ansonsten? Bar/Restaurant/Kitsch/Eisdiele und wieder von vorne. Ging dann weiter nach Deià, aber die Lichtverhältnisse waren verdammt schlecht für Fotos. Wir sind dann mal zum Strand runter und fanden: eine eklige, braune Brühe. Es war an dem Tag super stürmisch und das hat sich dann natürlich auch an den Küsten gezeigt. Ist schon ein krasses Wellenspiel, aber eben auch nicht wohlriechend. Ärgerlich war es übrigens für die Leute, die schon für 5€ geparkt haben. Wir sind dann weiter nach Banyalbufar, rund 20 km weit entfernt, aber Badetechnisch sah es da nicht anders aus. Ebenfalls sehr stürmisch, aber nicht so trüb und dreckig. Abend dann entsprechend ausklingen lassen.

Am nächsten Tag ging es dann noch mal nach Banyalbufar – wir wollten zu einem alten Schmugglerturm der als Aussichtspunkt fungiert. Der Torre del Verger ist wirklich kurz hinter Banyalbufar und nicht zu übersehen an der MA-10. Die Perspektive ist wirklich hübsch, ab und an entdeckt man auch eines der riesigen Kreuzfahrtschiffe am Horizont. Nach einer ausgiebigen Fotosession (viel mehr kann man da dann auch nicht machen) ging es zurück, nur haben wir dann auf dem Rückweg endlich mal geguckt wohin das Schild „Port d’es Canonge“ einen führt. Klein, beschaulich, leer … die Strecke ist natürlich wieder geil, hübsch mit Serpentinen und allem was dazu gehört, aber dafür auch super Wasser. Ein schönes kleines Dorf an der Küste.

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