Mallorca 2016 – Planung und Buchung

Wie erwähnt stand der Entschluss nach Mallorca zu fliegen relativ schnell. Wir haben im Oktober 2015 alles Wichtige gebucht – und alles Wichtige bedeutet dieses Mal: Flüge, Unterkünfte, Mietwagen. Alles selbst organisiert, ein ziemlicher Kontrast zu unserem Teneriffa Aufenthalt 2015, wo wir einfach ins Reisebüro gegangen sind und uns ‚beraten‘ lassen haben.

Wir wollten es aber jetzt mal anders. Die Flüge haben wir über Germanwings (mittlerweile ja Eurowings) gebucht, die Kombination aus Preis und Leistung war für uns vertretbar. Pro Person 23kg Gepäck, Sitzplatzreservierung (inkl. Option auf Sitze mit extra Beinfreiheit sofern man schnell genug ist), Getränk und Snack. Bezahlt haben wir für zwei Personen Hin- und Zurück ca. 478 €.

Ein Mietwagen war Pflicht und hier ging dann das erste Mal recherchieren los. Was ich so für Horrorstories über die gängigen Anbieter auf Mallorca gelesen habe ist Wahnsinn. Ich habe mir auch, obwohl ich die Plattform eher meide, unzählige Dokumentationen auf Youtube reingezogen welche sich mit Mietwagenabzocke beschäftigen. Wir hatten auf Teneriffa ein Cabrio (Peugeot 308) für 10 Tage mit Vollkasko ohne SB (ohne Glas-/Reifenschutz) und dafür rund 370€ gezahlt – bei einem lokalen Anbieter. Ein Cabrio sollte es eigentlich wieder sein, weil es einfach Spaß macht.

Leider haben wir da nicht so auf dem Schirm gehabt das sich Kanaren und Balearen in der Preisgestaltung doch rapide Unterscheiden. Von der Cabrio Idee sind wir sehr schnell wieder weg, 2.000€, auch wenn es für 3 Wochen ist, waren einfach zu viel. Und dann waren das noch kleine Knutschkugeln!

Nach dem checken von diversen Firmen (wo Goldcar, RecordGo und auch Vermittlerfirmen die mit den beiden zusammenarbeiten rausgefallen sind) haben wir uns letztlich dann doch für die etablierte Lösung von Sixt entschieden. Gebucht war was aus der EMCR Klasse (Opel Corsa, Ford Fiesta, Citroën C3) inklusive Navigationsgerät und das volle Versicherungsprogramm. 3 Wochen sind eine lange Zeit und wir haben schon auf Teneriffa gesehen das Spanier ihr Auto eher nicht als Wohlstandsobjekt sehen. Die sind da etwas sehr rustikal – unbeschädigte Autos sind eigentlich Mangelware. Kosten sollte der ganze Spaß 1085 € – 360€ pro Woche kann man mit Leben. Irgendwie. Vergleiche bei den vermeintlich günstigen Anbietern kamen übrigens auf annähernd den identischen Preis (voll/voll, Vollkasko ohne SB, Scheiben-/Reifen, Diebstahl, Navigation).

Dann ging es an die Buchung der Unterkünfte. Wir waren uns schnell einige das wir jede Woche woanders sein wollen um möglichst viel sehen zu können. Flexibel waren wir ja schon mal durch den Mietwagen. Grundlage der Suche war Airbnb.de

Wir entschieden uns zum Reinkommen für ein freistehendes Haus bei einer Finca. Ziemlich abgeschieden und dadurch sehr ruhig. Erst mal raus aus dem Trubel von zu Hause und langsam akklimatisieren. Die Wohnung bzw. das kleine Ferienhaus wurde unter anderem mit Outdoorküche und Außendusche beworben sowie gewissem Abstand zu den Gastgebern, die im Haupthaus auf dem gleichen Grundstück ca. 30m entfernt wohnten. Damit war Artà als erstes Reiseziel festgelegt, die Buchung erfolgte unkompliziert.

Als zweites Objekt haben wir uns wieder ein freistehendes Ferienhaus ausgesucht gehabt, diesmal in Costitx. Das liegt in der Inselmitte und schien und ideal für Ausflüge ins Landesinnere. Auch hier lief die Buchung eigentlich problemlos ab.

Als letztes Ziel sollte es dann in die Nähe von Palma gehen und Richtung des bekannten Serra de Tramuntana. Allerdings war es gar nicht so einfach da was zu finden. Wir wollten weder direkt in Palma wohnen und auch nicht in El Arenal, geschweige denn in Magaluf. Ich fand ein wunderschönes Cottage in Valldemossa – leider wurde meine Buchungsanfrage nicht beantwortet bzw. verfiel sie nach einer Woche, da der Host gerade im Ausland war und keinen Internetzugriff hatte. In der Zeit hatte ich leider schon was Anderes gefunden.

Ich fragte bei einem weiteren Host an – ein Studio in Esporles mit traumhaften Blick nach Palma. Leider ohne Begründung abgelehnt worden (vielen passt der Buchungszeitraum Mittwoch-Mittwoch nicht) und so langsam wurde es eng, da sich herauskristallisierte das verdammt viele Menschen im Sommer 2016 Urlaub auf Mallorca machen wollen.

Letztlich bin ich in El Toro gelandet, in einer kleinen Dachgeschosswohnung – allerdings mit Poolzugang! Kleine Küchenzeile, kein WiFi, dafür aber Strandnah und in der Stadt bzw. eher dem Örtchen gelegen.

Eigentlich waren die Planungen so weit abgeschlossen. Wir hatten alles gebucht und uns dieses mal selbst auferlegt nicht jeden Tag bis aufs kleinste zu planen. Stattdessen wurde der Mallorca Gruppe auf Facebook beigetreten für Impressionen und dann hat man sich eben gemerkt „da könnte man mal hin“. Auf Teneriffa wurde noch jeder Tag durchgeplant aber es geht auch sehr gut ohne minutiöse Auflistung was wo wie und wann.

So warteten wir eigentlich nur noch auf den Reisebeginn… bis am 14.06 mitten in der Nacht eine Stornierungsmail von airbnb.de kam für das zweite Quartier in Costitx. Anscheinend hatte es da einen Besitzerwechsel gegeben. Jetzt finde mal schnell eine Alternative die a) im bezahlbaren Rahmen bis 70€/Nacht ist und b) nicht direkt in dem Gebiet liegt wo du schon untergebracht bist. In der Inselmitte? Keine Chance mehr. Klar, Fincas für 6-8 Leute und mehr gab es noch. Oder auch Sachen für 120€/Nacht. Also im Süden geguckt, aber auch nichts was einen angesprochen hätte.

Dann mal fewo-direkt.de in Anspruch genommen. Habe dann in Esporles was gefunden – ein freistehendes Gästehaus auf einer Dorffinca. Wenige Gehminuten vom Stadtkern entfernt. Zwar nah an El Toro, eigentlich zu nah, aber, wenn man sich von da auf das Gebirge konzentriert und nicht Richtung Palma klappt das schon. Buchungsanfrage versendet und es kam dann auch mitten in der Nacht schon eine Antwort. Ja, geht, vielleicht, Anzahlung an IBAN von 250€, Rest dann vor Ort. Bewertungen waren durchgehend gut. Überweisung angeregt … kommt eine Mail sorry, das Haus ist weg, es hat gerade jemand bestätigt gehabt der vorher angefragt hatte. Aber ich hätte da noch eine Wohnung auf dem Grundstück, die ist auch größer.

Gut da es so langsam etwas knapp wurde haben wir die halt genommen, uns wurde mit dem Preis auch etwas entgegengekommen.

Daraufhin noch mal die anderen beiden Vermieter angeschrieben ob da alles klar geht und das sie sich bitte schnellstmöglich melden sollen, wenn irgendwas ist. Von beiden kam durchaus positives Feedback – sie hätten noch nie jemandem abgesagt und wollen damit auch gar nicht erst anfangen. Das erfreut einen doch.

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